Aufgrund der geographischen Lage hatte Koblenz schon seit der Bronzezeit eine strategische Bedeutung. Im Laufe der Jahrhunderte sicherten sehr unterschiedliche Wehrbauten die Stadt. Durch den Wiener Kongress kam das Rheinland 1815 zum Königreich Preußen. Dieses baute Koblenz und Ehrenbreitstein zu einer starken Festung aus. Koblenz nahm das General-Kommando des VIII. preußischen Armeekorps auf und wurde 1822 Sitz des Oberpräsidiums der Rheinprovinz. Die Friedensgarnison umfasste bis zu 6.000 Soldaten, die Kriegsbesatzung lag bei 12.000 Mann.
Die ersten preußischen Truppen rückten 1814 in Koblenz und Ehrenbreitstein ein. Die darauffolgenden Jahre brachten einen ständigen Wechsel der stationierten Verbände. Vor allem die Kavallerieregimenter wurden nur kurzfristig in Koblenz aufgenommen. Der zunächst bestehende Mangel an ausreichenden Kasernen führte für lange Zeit zu ständiger Truppenrotation. Erst nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erhielt die Garnison „ihre“ Truppenteile, die dann über einen längeren Zeitraum stationiert blieben und die ein andauerndes gutes Verhältnis mit der Bürgerschaft verband. Hierzu trug auch die Militärmusik bei. Da jedes Regiment über ein eigenes Musikkorps verfügte, waren somit um 1910 gleich fünf Regimentskapellen in Koblenz stationiert. |
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